Oratorium – die Texte

Elisabeth Kotauczek wählte das Zitat aus dem ersten Korinther-Brief „Tod wo ist dein Stachel“ und codierte den zweiten Teil: „Hölle/Scheol, wo ist dein Sieg“ in die dramatische Beschreibung eines Sturms am Meer, der das wilde Wogen des Lebens schlechthin beschreiben könnte, um. Sie bedient sich dabei des Mittels der lyrischen Prosa, die sie interaktiv mit dem Komponisten einsetzt, um Sprachrhythmus und Timing perfekt mit der Musik abzustimmen.

Im neunten Satz wird unter dem Titel: “Feuer und Schwert“ der Konflikt zwischen den Jenseitsvorstellungen und ihrer Manifestationen im Diesseits thematisiert. So entwickelt sich ein Läuterungsdrama in der Gestalt einer Selbstbefreiungsgeschichte, die aus dem chaotischen Dunkel – der Hölle, dem Hades, des Scheol – zum durchgeistigten Licht führt. Ein Befreiungs-Happy-End durch die Kunst, die Musik. Kunst als Therapeutikum.

Auszug aus dem Artikel Das Oratorium als Weltbildmaschine von Peter Kotauczek

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„Ode an das Leben“

Opus 450 – Oratorium in 13 Sätzen

Kurt Schmid & Elisabeth Kotauczek

Benefiz-Gala im Großen Saal des Wiener Konzerthauses
Matinee am Sonntag, 30. Oktober 2011 um 11 Uhr

Heute war es also so weit – das lang erwartete Großereignis sprengte alle Rahmen, die für möglich gehalten wurden. Es war gigantisch und phänomenal und die Grundstimmung war restlos begeistert 😉  

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