Regiezettel – „Ein Ontoästhetisches Experiment“

Vorrede des Experimental-Forschers und Übersetzers:

(der Forscher tritt in einem weissen Labormantel auf, das Publikum hat einen typischen Theaterzettel beim Eintritt erhalten, Rauch kommt aus der Maschine, das Schlagzeug improvisiert leise mit dem Besen – der Forscher drückt die Handsensoren – leise  Musik setzt ein )

Hochverehrtes Publikum!

Ich bin experimenteller Forscher. Dieses Zelt hier um uns herum ist mein Laboratorium.

Sie sind Zeugen und Mitwirkende in einem Experiment, das in Alpbach noch nie vorher gewagt wurde:

Ein Ontoästhetisches Experiment!

Ich möchte Ihnen, verehrtes Publikum unser Experiment erklären:

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Glossar zu Off Alpbach – „Ein Ontoästhetisches Experiment“

Begriffe, die in unserem Experiment sinnlich und verstandesmäßig erforscht werden:

Forum Alpbach, Ontoästhetisches Experiment, Peter Kotauczek

Ontoästhetisches Experiment: ein künstlerisch-wissenschaftliches Experiment, dass das Experiment von Schrödingers Katze nachvollzieht. Dabei wird keiner Katze ein Haar gekrümmt, sondern anstelle der Katze eine Spontan-Oper als Versuchsobjekt für die Superposition (ist/ist nicht) benutzt.

Ontoästhetik: ein Kunstwort, konstruiert aus „Ontologie“ und „Ästhetik“

Ontologie: die Wissenschaft vom Seienden, von dem das ist

Ästhetik: die Kunst, das Seiende wahrnehmbar zu machen

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Off Alpbach – „Ein Ontoästhetisches Experiment“

Entwicklung einer „Spontanoper“ durch die Alpbach-Teilnehmer

Freitag, 23. August 2002, 14h00 bis 15h30  (Wiederholungen möglich)

Moderator: Prof. Ing. Peter Kotauczek, BEKO, Institut für Humaninformatik

Wissenschaftlicher Kommentator: Prof. Günter Koch, ARC

Weitere Akteure sind: ein Videator, ein Audiator, ein Sensator und die Teilnehmer als Komponisten.

Forum Alpbach, Ontoästhetisches Experiment

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Die visuelle Vertonung von Lyrik

Die Vertonung von Lyrik ist eine künstlerische Technik, die schon lange bekannt ist. Wohl eines der berühmtesten Beispiele ist der vierte Satz von Ludwig van Beethovens Neunter Symphonie, in der er ein Gedicht Friedrich Schillers vertont. Aber auch in der modernen Pop-Kultur ist die Vertonung von Lyrik das Mittel der Wahl. Offenbar gewinnt sowohl die Musik als auch das Wort an Wahrnehmungs-Qualität, wenn beides meisterhaft kombiniert wird.

Im vorliegenden Experiment wird versucht, diese Idee in die Welt der visuellen Wahrnehmung zu übersetzen.

Das Gedicht „Über Glück“ von Elisabeth Kotauczek Den Rest des Beitrags lesen »

Die Integration der Sinne

Es gibt Dichterlesungen, Kammerkonzerte, Bilderausstellungen und Kirchenbesichtigungen. Jedes klar für sich allein stehend und im Kunstberieb bewährt.

Was wir hier erleben ist ein Experiment der Integration. Die Lyrik von Elisabeth Kotauczek, gelesen von der Burgschauspielerin Ulli Fessl, verschmilzt mit den Kompositionen Kurt Schmids, ausgeführt von den Musikern des zu einem Sextett erweiterten Schubertquartetts. Das alles in dem historischen Umraum der ältesten Pfarrkirche der Wachau, ergänzt mit einem starken visuellen Signal der modernen Malerei von Willi Mayerhofer.

Jedes der einzelnen Kunstwerke nimmt Bezug auf die anderen, ohne deshalb unter eine gemeinsame Handlung gezwungen zu sein, wie das bei einer Oper oder einem Schauspiel der Fall wäre. Diese Form der Integration schafft ein Veranstaltungsformat, das tiefe Gedanken über das Leben in uns zum Schwingen bringt. Einer Schwingung, die sich durch den alten Sakralbau der Kirche St. Martin verstärkt und vertieft.

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die Feuerblume

Peter Kotauczek

Wir alle tragen die Feuerblume in uns …

Die Feuerblume als Metapher für die geheimnisvolle Kraft in uns, die uns am Leben erhält und uns Sinn gibt, wird in den verschiedenen religiösen und philosophischen Mythen als „Seele“, als „Atem Gottes“, als „Elan vital“ (Bergson) oder als „Weltgeist“ (Hegel) bezeichnet und in den verschiedensten Märchen und Erzählungen beschrieben.

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