Großer Auftritt für Bernd Preiss.

BASE´ART Festival du Mécénat et de l´Art Contemporain Fréjus 1-2-3 Juni 2012. In einem riesigen Flugzeughangar trifft sich die Elite der Bildkunst Südfrankreichs. Alle Stilrichtungen sind vertreten. Von der Street-Art-Avantgarde bis zu geometrischen Konstruktivisten. Von politischen Provokateuren bis zu ästhetischen Schöngeistern. Und mitten drin in zentralster Lage Bernd Preiss, der CALSI-Fraktalist. Mit eindrucksvollen Großformaten und einem eigenen kleinen Filmraum.

Soweit sind wir ja schon von Bernd Preiss gewohnt, erste Qualität zu sehen. Aber was diesmal das Besondere an dieser Performance ist, wird erst auf den zweiten Blick klar: der Stand ist ein eindrucksvolles Beispiel der Interaktion zwischen mathematischer Strukturtheorie und unmittelbarer Gegenüberstellung mit den evolutionären Kräften der Natur. Die fraktalen filigranen Linienzüge korrespondieren mit den feinen Linien der am selben Stand präsentierten Skulpturen, die vollständig aus alten Weinstöcken gefertigt sind. Hier findet sich die Antwort auf den Verdacht, dass fraktale Strukturen auch zum Werkzeugkasten der Natur zählen.

Bernd Preiss gelang es in dieser Ausstellung erfolgreich, den ewigen Vorwurf zu entkräften, mathematische Bildkonstruktion habe mit Kunst im Allgemeinen nichts zu tun. Diese Ansicht könnte man so auch jeder Kunst die nach der Natur arbeitet  entgegenhalten. Der Künstler ist immer auf der Suche nach den geheimen Regeln und Relationen, die in der Welt zu gegenständlichen Manifestationen führen. Da ist es ganz egal ob die Evolution, der chaotische Zufall oder eben mathematische Gesetzmäßigkeiten die Regie übernehmen. Der Künstler ist verantwortlich ob die Anwendung der beobachteten Grundgesetze unter seiner kundigen Hand zu Kunstwerken werden. Bernd Preiss ist das jedenfalls in dieser Show eindrucksvoll gelungen.

Advertisements

Föten-Aufstand

Wer, wenn nicht sie?
Was, wenn nicht jetzt?
Kann Kunst ent.stehen?
Oder wird sie geboren?
 
Alles ensteht aus dem Fötus der Kunst
 
Installationen links: Off Ghanistanbaby – unten von links nach rechts: süße Früchte, Blind Date – im Text:  Baby Gaga  Den Rest des Beitrags lesen »

Kunst-Form

TRIKKE, BEKO, Rinderhalle, Neu Marx, E-MobilitätspartyNormalerweise sind Bilder rechteckig – im Biedermeier oftmals auch oval – aber das wars eigentlich auch schon – normalerweise. Das änderte sich, als der CALSI-Künstler Peter Kotauczek die Möglichkeit begann, die e-Trikkes einerseits für Werbezwecke zu benutzen – und andererseits auch Ausstellungen unter dem Motto

Moving Paintings

durch zu führen. Bewegende Malerei – im doppelten Sinn – Bilder, die sich bewegen, weil sie auf den Fahrzeugen montiert sind – und andererseits auch, weil sie Emotionen auslösen. Und sie sind optimal geeignet für den Strassenverkehr in den Großstädten.

Den Rest des Beitrags lesen »

Schöne AugenBlicke

Zwischendurch wieder einmal einige der Installationen und Skulpturen der CALSI-Künstlerin Trau MA, welche seit Kurzen auch auf ihrer eigen HomePage zu finden ist.

Für Trau MA ist Kunst keine Therapie sondern Freude, Zufall, hemmungsloses Ausleben, Lebensgenuss. Ihre Arbeiten sind Freiheit nicht Frust. Es sind Objekte die einem die Augen öffnen, die nachdenken lassen, die nicht gefallen müssen. Die Vielseitigkeit sowohl für Schönes, Hässliches und Skurriles ist auffallend. Sie will durch Form und Abstraktion und durch gezielt gesetzte Installation ihren oft skurrilen Werken objektiven Gehalt geben.

Ihre Kunst ist etwas, was man nicht braucht, was eigentlich unnütz ist in den Augen vieler und fantastisch in den Augen mancher. Wenn den Leuten ihre Installationen zum Teil aus Fundstücken gefallen erstaunt es sie erst und dann freut sie sich darüber.

Doch kommen wir zu ihren Stücken aus der Serie Augen-Blicke (rechts: Spion)

Den Rest des Beitrags lesen »

Anthroid = Android & Anthropos

Noch eine Begriffserklärung zum vorigen Beitrag:

Der Begriff „Anthroide“ setzt sich aus zwei Wortwurzeln zusammen: dem Androiden, wie er oben (bzw. im vorigen Beitrag von Wikipedia Anm.d.Red.)  definiert wurde und dem Anthropos, in der griechischen Antike „der Mensch schlechthin“.

Anthroidenfamilie, Prof. Ing. Peter Kotauczek

Konkret zur Thematik seiner Beschäftigung mit Anthroiden sagt Prof. Peter Kotauczek

Die Anthroiden sind schon sehr früh in mein malerisches Schaffen getreten (etwa 1987) als ich mich intensiv mit der sog. algorithmischen Kunst auseinandergesetzt habe. Das musste ich nämlich, um damals meinen Malroboter bauen zu können Den Rest des Beitrags lesen »

Am Anfang ist der Punkt

Peter Kotauczek

Bukarester Manifest

Am Anfang ist der Punkt

Am Anfang ist der Punkt - die Weltbildmaschine, Peter Kotauczek

Den Rest des Beitrags lesen »

Die visuelle Vertonung von Lyrik

Die Vertonung von Lyrik ist eine künstlerische Technik, die schon lange bekannt ist. Wohl eines der berühmtesten Beispiele ist der vierte Satz von Ludwig van Beethovens Neunter Symphonie, in der er ein Gedicht Friedrich Schillers vertont. Aber auch in der modernen Pop-Kultur ist die Vertonung von Lyrik das Mittel der Wahl. Offenbar gewinnt sowohl die Musik als auch das Wort an Wahrnehmungs-Qualität, wenn beides meisterhaft kombiniert wird.

Im vorliegenden Experiment wird versucht, diese Idee in die Welt der visuellen Wahrnehmung zu übersetzen.

Das Gedicht „Über Glück“ von Elisabeth Kotauczek Den Rest des Beitrags lesen »