Ins Gesicht geschrieben

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Christoph Ueberhuber war schon längst überfällig, in die Reihe der CALSI-Künstler einzutreten. Nun hat er diesen schritt getan. Verkörpert doch keiner wie er die Verbindung zwischen Computer und Bildkunst. Er schreibt Geschichten in Gesichter wie ein Dichter oder Philosoph seine Bücher schreibt. Dabei ist eine Verwandtschaft mit dem grossen Arnulf Rainer nicht zu übersehen.

Wie viele Computer-Wissenschaftler hat Ueberhuber verstanden, dass der Computer eine Kunstmaschine sein kann, wenn er in die richtigen Hände gelangt. Ueberhuber ist ein Meister der reduzierten Farbe und der Interaktion mit der Fotografie.

Als Professor für Analysis und Scientific Computing an der Technischen Universität Wien schöpft er an der Quelle der Computation der Welt. Seine Layer-Technik trägt eine unverwechselbare Handschrift und wirkt stark emotionalisierend, eine Eigenschaft, die den meisten digitalen Künstlern eher fremd ist.

Auch der tiefe strukturelle Zusammenhang zwischen Musik und Programmierung ist ihm nicht entgangen und hat zur Auseinandersetzung mit den Gesichtern von Komponisten und Musikgenies geführt, um verborgene Zusammenhänge aufzuspüren. Die Visualisierng des nicht direkt Visuellen.

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