1. CALSIWOOD Awards verliehen

CALSI ist entstanden in der Frühzeit der Computerei – also in den 80er Jahren, als es noch nicht möglich war, Bilder aus dem Computer einfach aus zu drucken und da haben wir uns damals damit beschäftigt, grosse Bilder aus dem Computer aus zu geben und von daher stammt auch der Name – Computer Aided Large Scale Imagery.

Und dann hat sich noch herausgestellt, dass in der angelsächsischen Tradition das Wort Imagery nicht nur für Bilder verwendet wird, sondern auch für Wahrnehmungsinhalte. Also haben wir uns gedacht – gut, dann dehnen wir das gleich auf alles Mediale aus dem Computer aus.

Prof. Peter Kotauczek, IT-Spezialist und Vorreiter in Bezug auf Computerkunst ging in seiner Eröffnungsrede bei der von der mediaOpera veranstalteten Verleihung des 1. CALSIWOOD-Award am 29.9.2011 in der Rinderhalle Neu Marx auf die Entstehungsgeschichte der Künstlergruppe CALSI genauso ein, wie auf seine Leidenschaft, keine hochkomplexen Bildbearbeitungsprogramme zu verwenden, sondern seine Kunstwerke selbst nach mathematischen und wissenschaftlichen Formeln berechnen zu lassen und nach seiner Vorstellung zu gestalten.

Er sieht die Herausforderung nicht darin, vorgefertigte Filter und Masken über bestehende Bilder zu legen, sondern wirklich von Grund auf dem Computer dazu zu bringen, Kunstwerke zu erschaffen, wie er sie sich vorstellt.

Prof. Peter Kotauczek erwähnt in seiner Ansprache auch noch kurz die Vorurteile aus den Anfängen der Computerkunst, wo oftmals die  Bildbearbeitung zur Verfälschung von Bildern verwendet wurde und es nicht üblich war, dazu zu stehen, über den Computer künstlerisch tätig zu sein. Für ihn ist Computerkunst eine Symbiose von Computer und menschlichem Vorstellungsvermögen, der Computer ist ein ähnliches Hilfsmittel für den Künstler, wie es in der klassischen Malerei Pinsel und Leinwand sind.

Jan Lauth führte durch das Programm und stellte auch die, von einer unabhängigen Jurie – Susanne Schuda & Franz Ablinger & Andreas Rathmanner – ausgewählten Videos vor:

In der Kategorie „creative art“

Baseline

ein Bogen durch die Stilepochen der Videokunst und Computeranimation wird gespannt in  einer ausgewogenen perfekten Abstimmung zwischen Bild und Ton.

In der Kategorie „Trikkers“

There is no limit

das Video vermittelt in seiner situationistischen bis performativen Spontanität und Leichtigkeit treffend den Charakter des niedrigschwelligen neuen Leitmediums der Internetclips.

Abschliessend weist Prof. Peter Kotauczek darauf hin, dass CALSI ein Zusammenschluss freier Kunstschaffender sind, die unentgeltlich die Vorteile einer globalen Vernetzung nutzen können und freut sich auf zahlreiche neue Videos für den nächstjährigen CALSIWOOD-Award.

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