Anthroid = Android & Anthropos

Noch eine Begriffserklärung zum vorigen Beitrag:

Der Begriff „Anthroide“ setzt sich aus zwei Wortwurzeln zusammen: dem Androiden, wie er oben (bzw. im vorigen Beitrag von Wikipedia Anm.d.Red.)  definiert wurde und dem Anthropos, in der griechischen Antike „der Mensch schlechthin“.

Anthroidenfamilie, Prof. Ing. Peter Kotauczek

Konkret zur Thematik seiner Beschäftigung mit Anthroiden sagt Prof. Peter Kotauczek

Die Anthroiden sind schon sehr früh in mein malerisches Schaffen getreten (etwa 1987) als ich mich intensiv mit der sog. algorithmischen Kunst auseinandergesetzt habe. Das musste ich nämlich, um damals meinen Malroboter bauen zu können und es weltweit noch keine brauchbaren Vorbilder gab. Später entwickelten sich am Computer Werkzeuge für algorithmische Kunst, die für Alle verfügbar wurden.

Noch als zusätzliche Ergänzung, Prof.  Kotauczek hat  den ersten Roboter entwickelt, der „eigenständig“ Bilder malen konnte, dazu ein Auszug aus dem Buch „Die Weltbildmaschine, Grundlagen der Humaninformatik“ von Peter Kotauczek:

Bis 1986 wurde eine computergestützte Malmethodik entwickelt, die zwei Dinge bewiesen hat: Daß die bis dahin theoretischen Ansätze über Systemische Malerei praktisch realisierbar sind, und daß Maschinenkunst der Menschenkunst gleichwertig sein kann.

Farbe, Form, Bewegung – die Grundfunktionen

Die Verwaltung der drei Grundfunktionen der Malerei – Form, Farbe, Bewegung – werden auf drei Computer aufgeteilt.

Die Kreationsmaschine

Der erste Computer manipuliert und speichert die Forminformation, die Lage der Punkte in einem Koordinatensystem. Zu diesem Zweck wird das Bild in einen Koordinatenraster mit zwei rechtwinkeligen Achsen aufgeteilt, so daß jeder Punkt des Bildes eine eindeutige Adresse hat. Jedem Punkt wird auch eine vorläufige Farbinformation zugeordnet, die nicht unbedingt der späteren Farbe auf der Leinwand entsprechen muß.

Der Rechenknecht

Zur Überarbeitung der Bilddaten werden diese auf den zweiten Computer übertragen. Er trennt für jeden einzelnen Bildpunkt Lage- und Farbinformation und speichert diese reproduzierbar ab. Diese Farbinformation ermöglicht es dem Künstler, die Farben richtig abzumischen. Auch wenn von nur vier Farben ausgegangen wird – bei exakter Farblogik Magenta, Cyan, Zitron und Schwarz – sind durch Mischung beim Farbauftrag und durch Reaktion auf benachbarte Bildelement wie bei der konventionellen Malerei unbegrenzt viele Farbnuancen möglich. Auch die Farbzusammenstellung wird jetzt abgespeichert……

Das SPS-System

Alle Bewegungen des Roboters werden vom dritten Rechner gesteuert. SPS steht für Speicher-Programmierbare-Steuerung. Das sind Computer aus der Fertigungsindustrie. Dieses SPS-System steht in Verbindung zum „Rechenknecht“, von dem es die Daten in verarbeitbaren Teilmengen übermittelt bekommt…..

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