Entwurf einer Humaninformatik

Zitat aus den Seiten des Instituts für Humaninformatik (Text und Gemälde © Peter Kotauczek):

Da es uns nicht mehr anheimgestellt ist, den Entwicklungsprozeß der Computersysteme zu umfassenden Netzwerken zu verhindern, müssen wir lernen damit zu leben. Dazu kommt noch, daß wir ohne es zu merken in unserem Bewußtsein verändert werden, ohne die Quellen der Einflüsse eindeutig orten zu können. Wir nehmen aber auch an Wissenserwerb teil, der in dieser Dichte dem Menschen noch nie zur Verfügung stand.

Ich fordere daher eine neue Wissenschaft, die ich Humaninformatik nenne, und die den Menschen Erkenntnisse über die Zusammenhänge im obigen Sinn vermittelt. Ich schließe mit einem Zitat aus einer Rede von Neil Postman, gehalten bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse, und dem Wunsch, daß eine Humaninformatik ermöglicht, beide darin genannten Visionen zu vermeiden:

„Orwell fürchtete, wir würden alle in permanenter Gefangenschaft enden. Huxley sah uns zu völlig oberflächlichen Menschen verkommen, die endlos, mit Pseudogefühlen kokettierend, sich in sinnloser Geschäftigkeit und Trivialität schwafelnd im Kreise drehen.

Kurzum, Orwell glaubte, wir würden im Gleichschritt, marsch, und in Handschellen in den Untergang getrieben werden, während Huxley davon überzeugt war, daß wir ganz allein in den Abgrund tanzen würden – und mit einem idiotischen Lächeln im Gesicht.“

Entwurf einer Humaninformatik

© Peter Kotauczek

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