Der CALSI-Fraktalist

1998 hat die virtuelle Galerie „Nart“ eine Internet-Kunstauktion veranstaltet, die allgemein als die Geburt des „Fractalist Movements“ gilt. Diese Bewegung hat sich in Frankreich und den USA etabliert und vertritt jene Künstler, die als Fraktalisten bekannt wurden. (http://charles.vassallo.pagesperso-orange.fr/en/art/sommaire.html) Leider ist der fraktalen Malerei im deutschen Sprachraum immer noch die Anerkennung versagt.

Innerhalb der CALSI-Künstlergruppe gilt unbestritten Bernd Preiss (http://www.fractal-fineart.de/) als der Großmeister der fraktalen Malerei. Preiss lebt mit seiner französischen Frau Yvette Krummel in Frankreich und verbindet als geborener Deutscher beide Kulturen in seinem Kunstschaffen.Nach einer höchst erfolgreichen Ausstellung 2010 im Clos de Roses in Frejus (http://www.espritazur.fr/index.php?option=com_content&task=view&id=1754&Itemid=374) hat Preiss nun eine neue Ausstellung in Valbonne vorgelegt. Valbonne ist ein romantischer Ort in der Provence, jenem für alle Maler als der Nabel der Welt geltenden Landstrich in Südfrankreich, der einst Heimat solcher Titanen wie van Gogh, Cézanne und Renoir war. Ein wahrlich mutiger Schritt also, sich als Fraktaler in die Höhle des Löwen zu begeben. (http://www.cotedazur-locationsvacances.com/devist/manif1.asp?LANGUE=FRANC&IDENTIFIANT=FMAPAC0060061902)

Und Bernd Preiss hat es geschafft. Seine Ausstellung wurde angenommen und gut rezipiert. Dazu beigetragen hat wahrscheinlich die gute Vorbereitung durch Yvette, aber auch der Entschluss des Künstlers, sich von seiner bisherigen Methodenstrenge zu lösen, die von manchen auch als puristische Beckmesserei missverstanden wurde. Seine „Collagen“, die mit den herkömmlichen

Klebetechniken in der Bildkunst nur metaphorisch zu tun haben, eröffnen ihm neue Ausdrucksmöglichkeiten, die er zunehmend nutzt. Das tut seine Bildern gut und erleichtert jenen Menschen den Zugang, die die Bewunderung des Künstlers der tiefen Geheimnisse der mathematische Strukturen nicht teilen. Auch der in der Ausstellung vorgeführte Film hat die emotionale Seite seiner Kunst eindrucksvoll geoffenbart.

Trotzdem verlässt Preiss niemals den Boden der wissenschaftlichen Basis seiner Methodik, und er räumt dem Computer eine zentrale Rolle bei der Bildschaffung ein. Das macht ihn zurecht zu einem wichtigen Mitglied der CALSI-Künstlergruppe.

Neben anderen französischen Künstlerstars aus der Fractalisten-Szene wurden auch die CALSI-Künstler Alain Malaval, Peter und Elisabeth Kotauczek gesehen. Nebenbei kam es auch zu der historischen Erstbegegnung eines Moving Painting auf einem Deko-Trikke mit den Werken von Bernd Preiss. Der Meister selbst ließ es sich nicht nehmen, eine flotte Runde mit dem fahrenden Kunstwerk zu drehen.

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