Normalerweise sind Bilder rechteckig – im Biedermeier oftmals auch oval – aber das wars eigentlich auch schon – normalerweise. Das änderte sich, als der CALSI-Künstler Peter Kotauczek die Möglichkeit begann, die e-Trikkes einerseits für Werbezwecke zu benutzen – und andererseits auch Ausstellungen unter dem Motto
durch zu führen. Bewegende Malerei – im doppelten Sinn – Bilder, die sich bewegen, weil sie auf den Fahrzeugen montiert sind – und andererseits auch, weil sie Emotionen auslösen. Und sie sind optimal geeignet für den Strassenverkehr in den Großstädten.
Zwischendurch wieder einmal einige der Installationen und Skulpturen der CALSI-Künstlerin Trau MA, welche seit Kurzen auch auf ihrer eigen HomePage zu finden ist.
Für Trau MA ist Kunst keine Therapie sondern Freude, Zufall, hemmungsloses Ausleben, Lebensgenuss. Ihre Arbeiten sind Freiheit nicht Frust. Es sind Objekte die einem die Augen öffnen, die nachdenken lassen, die nicht gefallen müssen. Die Vielseitigkeit sowohl für Schönes, Hässliches und Skurriles ist auffallend. Sie will durch Form und Abstraktion und durch gezielt gesetzte Installation ihren oft skurrilen Werken objektiven Gehalt geben.
Ihre Kunst ist etwas, was man nicht braucht, was eigentlich unnütz ist in den Augen vieler und fantastisch in den Augen mancher. Wenn den Leuten ihre Installationen zum Teil aus Fundstücken gefallen erstaunt es sie erst und dann freut sie sich darüber.
Doch kommen wir zu ihren Stücken aus der Serie Augen-Blicke (rechts: Spion)
Noch eine Begriffserklärung zum vorigen Beitrag:
Der Begriff „Anthroide“ setzt sich aus zwei Wortwurzeln zusammen: dem Androiden, wie er oben (bzw. im vorigen Beitrag von Wikipedia Anm.d.Red.) definiert wurde und dem Anthropos, in der griechischen Antike „der Mensch schlechthin“.
Konkret zur Thematik seiner Beschäftigung mit Anthroiden sagt Prof. Peter Kotauczek
Die Anthroiden sind schon sehr früh in mein malerisches Schaffen getreten (etwa 1987) als ich mich intensiv mit der sog. algorithmischen Kunst auseinandergesetzt habe. Das musste ich nämlich, um damals meinen Malroboter bauen zu können Den Rest des Beitrags lesen »
Die Vertonung von Lyrik ist eine künstlerische Technik, die schon lange bekannt ist. Wohl eines der berühmtesten Beispiele ist der vierte Satz von Ludwig van Beethovens Neunter Symphonie, in der er ein Gedicht Friedrich Schillers vertont. Aber auch in der modernen Pop-Kultur ist die Vertonung von Lyrik das Mittel der Wahl. Offenbar gewinnt sowohl die Musik als auch das Wort an Wahrnehmungs-Qualität, wenn beides meisterhaft kombiniert wird.
Im vorliegenden Experiment wird versucht, diese Idee in die Welt der visuellen Wahrnehmung zu übersetzen.
Das Gedicht „Über Glück“ von Elisabeth Kotauczek Den Rest des Beitrags lesen »